Pflichtverteidigung im Strafrecht

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 Rechtsanwalt Richard Claas übernimmt bundesweit Pflichtverteidigungen!

In den Fällen der sogenannten notwendigen Verteidigung ist dem Beschuldigten ein Pflichtverteidiger von Amtswegen zu bestellen, wenn der Beschuldigte noch über keinen von ihm gewählten Verteidiger verfügt.

Bei einer Pflichtverteidigung besteht grundsätzlich freie Anwaltswahl. Übt ein Beschuldige sein entsprechendes Vorschlagsrecht aus, so bestellt das Gericht den vom Beschuldigten bezeichneten Verteidiger, wenn dem kein wichtiger Grund entgegensteht. Es besteht dabei grundsätzlich auch die Möglichkeit einen auswärtigen Rechtsanwalt als Verteidiger zu wählen. Die Kanzlei Ems-Recht steht Ihnen dazu gerne zur Verfügung.

Bei der Wahl eines Pflichtverteidigers ist es völlig egal, ob der Beschuldigte bzw. Angeklagte einen Verteidiger bezahlen kann. Der Pflichtverteidiger wird vom Gericht bestellt und macht seinen Vergütungsanspruch daher gegenüber der Staatskasse geltend.

Sie haben eine Rechtsfrage zur Pflichtverteidigung? Nehmen Sie direkt über das Kontaktformular Kontakt mit Ems-Recht auf! Nutzen Sie die Möglichkeit der kostenfreien Erstberatung und senden Sie Ihre Frage bzw. Ihr Anliegen an Ems-Recht. Sie erhalten grundsätzlich schnellstmöglich einen Rückruf mit Ihrer kostenfreien juristischen Ersteinschätzung.

Insbesondere in folgenden Fällen ist ein Fall der notwendigen Verteidigung gegeben (vgl. § 140 StPO):

  • Vollstreckung von Untersuchungshaft
  • Vollstreckung von einstweiliger Unterbringung
  • Längerer Freiheitsentzug
  • Hauptverhandlung vor dem Landgericht oder Oberlandesgericht
  • Verdacht auf Verbrechen
  • Drohendes Berufsverbot
  • Unterbringung zur Gutachtenerstellung
  • Sicherungsverfahren
  • Verteidigerausschluss
  • Anwaltliche Vertretung des Nebenklägers

Im Jugendstrafrecht ist eine notwendige Verteidigung zudem insbesondere gegeben:

  • wenn einem Erwachsenen ein Pflichtverteidiger bestellt werden müsste
  • wenn der Richter die Erziehungsberechtigten von der Vertretung des Kindes ausgeschlossen hat, weil sie selbst an der Tat beteiligt sind
  • wenn der Richter die Erziehungsberechtigten von der Hauptverhandlung ausgeschlossen hat
  • wenn der Beschuldigte nach zur Untersuchung seines Entwicklungsstands untergebracht werden soll

Sofern kein Fall einer Pflichtverteidigung vorliegt, kann grundsätzlich die Möglichkeit bestehen, sich im Rahmen der Beratungshilfe durch einen Rechtsanwalt beraten zu lassen. Eine Prozesskostenhilfe kennt das Strafverfahren für den Beschuldigten oder Angeklagten allerdings grundsätzlich nicht.